Presse 2016

Eckernförder Zeitung - Mittwoch, 9. November 2016 - Doris Smit

MESSE FÜR BERUFSANFÄNGER
Ausbildungsforum: Große Hilfe bei der Berufswahl

Zum siebten Mal: Freitag bietet das Ausbildungsforum Chancen für erste Kontakte zum Arbeitsmarkt.

Altenholz | Studium oder kaufmännische Ausbildung? Ein Pflegeberuf oder doch ins Handwerk? Viele Schüler wissen noch nicht, wie es nach dem Schulabschluss weiter gehen soll – da kann das Ausbildungsforum Altenholz (AfA) helfen. Zum siebten Mal organisieren Fiona und Rolf Lorenzen gemeinsam mit der Gemeinde Altenholz dieses Angebot, bei dem die Schüler die Möglichkeit haben, einen Eindruck von verschiedenen Berufen und Arbeitgebern zu bekommen. Am Freitag, 11. November, öffnet die Messe von 11 bis 13.30 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle.

„Aber nicht nur die Schüler haben den Nutzen erkannt“, berichtet Organisator Rolf Lorenzen, selbst Arbeitgeber und Vorsitzender des TSV Altenholz. Auch unter den Unternehmen hat sich herum gesprochen, was das AfA bietet. 28 Ausbildungsbetriebe haben sich angemeldet, darunter die Handwerkskammer Lübeck, die mit der Beratungsstelle Kiel Informationen zu rund 130 Handwerksberufen geben kann. Die Bundeswehr stellt etwa 50 Ausbildungsberufe und weitere 30 Studiengänge vor. Aber auch ein Feinoptiker, die Landespolizei, eine Tierärztin, eine zahnärztliche Gemeinschaftspraxis, ein Sprachcenter, eine Floristin, ein Steuerberater und noch viele mehr sind vertreten und stehen den Jugendlichen Frage und Antwort.

Dadurch, dass Lorenzen die Ausstellung ehrenamtlich mit seiner Frau organisiert und die Gemeinde die Halle kostenfrei zur Verfügung stellt, bleibt das Angebot für alle kostenlos.

Die Altenholzer Schulen nehmen das Forum gern an. Die Zusammenarbeit sei hervorragend, beschreibt Lorenzen. Die Schulen haben den Termin fest im Lehrplan und bereiten das Thema vor und nach. Die Schüler gehen mit Laufzetteln zu den Ausstellern, auf denen Fragen beantwortet werden sollen. „Das dient in erster Linie dazu, das Eis zu brechen“, erklärt Lorenzen, denn oft falle gerade der erste Schritt, jemanden anzusprechen, besonders schwer. „Aber Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht. Das Menschliche ist das Wichtigste“, so der Organisator weiter.

Als Ausbilder sei ihm selbst aufgefallen, dass Bewerber oft gar nicht wissen, was sie wirklich beruflich machen möchten und deshalb im falschen Beruf landen oder nicht motiviert sind. „Viele Unternehmen bemängeln, dass sie keinen qualifizierten Nachwuchs finden. Wir glauben, hier ist der richtige Punkt, um anzusetzen: Wir müssen an der Basis anfangen und die Schule – das ist heutzutage die Basis“, erklärt Lorenzen. „Der Sportverein hat ja auch einen Bildungsauftrag, daher ist es toll, dass wir das zusammen auf die Beine stellen können“, erklärt Bürgervorsteher Wolfgang Weiß. Das sieht Rolf Lorenzen genauso.

Wie er das schafft, neben der Selbstständigkeit und der ehrenamtlichen Arbeit als TSV-Vorsitzender? „Nicht alleine“, sagt er und lacht. „Ohne meine Frau würde ich das nicht machen“, erklärt er. Sie kümmert sich um alles Organisatorische und steht voll hinter ihm. Dafür bedankte sich auch Bürgermeister Carlo Ehrich: „Beeindruckend, welch ein Engagement Sie zusammen mit Ihrer Frau hier seit sieben Jahren an den Tag legen“.

 Foto SHZ November 09 klein
Zum siebten Mal in Altenholz: Rolf Lorenzen (r.) präsentiert gemeinsam mit Bürgermeister Carlo Ehrich (l.)
und Bürgervorsteher Wolfgang Weiß das Plakat für das Ausbildungsforum am Freitag.


Kieler Nachrichten - Donnerstag, 10. November 2016 - Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Hilfe bei der Qual der Wahl
Ausbildungsforum Altenholz informiert über viele Berufsmöglichkeiten

ALTENHOLZ. Wie soll man als junger Mensch bloß wissen, welche Berufe es überhaupt alles gibt? Deshalb wird nun schon zum siebten Mal das öffentliche Ausbildungsforum Altenholz (Afa) veranstaltet, bei dem sich 28 Firmen mit ihren vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen. Wie schon im Vorjahr findet die Messe von Gemeinde und TSV Altenholz in der Edgar-Meschkat-Halle am Schulzentrum statt – kurz und knackig.

Um die Organisation kümmern sich erneut Fiona und Rolf Lorenzen. Elektromeister und TSV-Vorsitzender Lorenzen weiß als Unternehmer selbst, wie wichtig qualifizierter Nachwuchs ist. Manche Firmen hätten schon resigniert und bildeten nicht mehr aus: „Aber man kann die Jugend nicht sich selbst überlassen.“ Lorenzen lobte, dass die Jugendlichen in der Schule bereits gut auf den Besuch des Ausbildungsforums vorbereitet werden. Zudem sei es eine gute Zeit für junge Menschen, „weil es eine Nachfrage nach qualifiziertem Nachwuchs gibt“, sagte Bürgermeister Carlo Ehrich. Doch auch die Firmen hätten gemerkt, „dass es gut ist, an die Basis zu gehen“.

Bürgervorsteher Wolfgang Weiß lobte das nicht selbstverständliche Engagement des Sportvereins. Lorenzen sagte: „Im Prinzip ist der Sportverein ja das größte Jugendzentrum.“

Von Handwerkern bis zur Bundeswehr präsentieren sich in der Edgar-Meschkat-Halle viele Firmen und Verbände. Erstmals dabei ist der Hotelund Gaststättenverband Dehoga. Caterpillar und die Handwerkskammer sind nach einer Pause wieder mit dabei. Viele Aussteller bringen Azubis mit, die mit den Schülern auf Augenhöhe sprechen können, erklärt Lorenzen.

Er erwartet um die 350 Besucher: „Junge Menschen, die Spaß dabei haben – das freut einen richtig.“

 Foto KN November 10 2016 Klein


Eckernförder Zeitung - Montag, 14. November 2016 - Suhr

AUSBILDUNG
Anschub für den Berufsstart

7. Ausbildungsforum Altenholz: 28 Aussteller präsentieren mehr als 250 Berufe / Angebot gut angenommen

Altenholz | Es ist ein Erfolgsmodell: Bereits zum siebten Mal fand am Freitag das Ausbildungsforum Altenholz statt, das seinerzeit Rolf Lorenzen, Vorsitzender des TSV Altenholz und selbst Inhaber eines Elektroinstallationsbetriebes, und Ehefrau Fiola ins Leben gerufen hatten. Reichte in den Anfangsjahren noch die Aula der benachbarten Schule aus, findet das Forum seit drei Jahren in der Edgar-Meschkat-Halle statt. 28 Unternehmen präsentierten in diesem Jahr weit über 250 Berufe, über die sich Jugendliche informieren konnten. Aber nicht nur Schüler sind die Zielgruppe, auch Erwachsene, die sich neu orientieren möchten oder Flüchtlinge, die Praktika absolvieren dürfen, sollten sich angesprochen fühlen. „Mittlerweile spricht es sich herum und bei uns melden sich Firmen, die auf großen Ausbildungsmessen von anderen Unternehmen den Tipp Altenholz bekommen“, so Rolf Lorenzen mit etwas Stolz. Wert legt er aber darauf, dass es sich nicht um eine Messe handelt, sondern um eine Veranstaltung, auf der Interessierte die Möglichkeit haben, sich zwanglos hinsichtlich ihrer beruflichen Perspektiven zu informieren, eventuell auch ein Praktikum vereinbaren. „Das ist“, wie Bürgervorsteher Wolfgang Weiß hinzufügte, „ganz im Sinne der Gemeinde. Wir wollen, dass die jungen Leute ihren Weg finden“. Aus diesem Grund stellt die Gemeinde die Halle kostenfrei zur Verfügung.

Bei den Ausstellern war querbeet alles vorhanden: von Handwerksbetrieben, der Handwerks- sowie auch der Zahnärztekammer über Autohäuser, Caterpillar, die Innungskrankenkassen, bei denen wieder traditionell Äpfel geschält und gegessen werden konnten, bis hin zu Dataport, Bundeswehr, Finanzamt, Sparkasse oder Polizei und Post. Erstmals dabei war der Dehoga Schleswig-Holstein, an dem Günter Jaeger die Jugendlichen beriet. Auch wenn die Berufe im Gastgewerbe „nicht unbedingt an oberster Stelle in der Beliebtheitsskala stehen“, wie er sagte, waren Resonanz und Interesse groß. „Wir bieten interessante und vor allem krisenfeste Berufe, und das deutsche Ausbildungssystem gilt in unserer Branche als das beste weltweit“, so Jäger.

Besonders große Trauben bildeten sich an den Ständen von Dataport, der Polizei und der Bundeswehr. Bei letzterer informierte sich auch Nick Königs (14) aus Altenholz bei Julia Jarosch, Leiterin des Karriereberatungsbüros Kiel, die zusammen mit ihrem Kollegen Nico Bruns den Stand betreute. Auch wenn es noch etwas hin ist mit dem Schulabschluss, hat er neben einem Medizinstudium schon jetzt auch die Bundeswehr ins Auge gefasst. Bei über 60 angebotenen Berufen und zahlreichen Studiengängen sei da sicher etwas kombinierbar.

Auch Bürgermeister Carlo Ehrich freute sich über die positive Resonanz der überwiegend jugendlichen Besucher und nannte das Forum eine „tolle Sache“. Und die wird es im nächsten Jahr sicher in achter Auflage geben, auch um dem Fachkräftemangel vorzubeugen. „Platz für ein paar Stände hätten wir noch“, so Lorenzen, der aber betont, dass man nicht über die Maße der Edgar-Meschkat-Halle hinauswachsen wolle. „Dann würde die familiäre Atmosphäre der Veranstaltung verloren gehen“, ist er sicher.

Foto SHZ November 14 2016 Foto: suhr

Der 14jährige Nick Königs hat zwar noch Zeit mit der Berufswahl, informierte sich
aber schon mal bei Julia Jarosch über die Chancen bei der Bundeswehr.


ME2BE - Nadja Linke

Ausbildungsforum Altenholz – Interessent von gestern, Azubi von morgen!

Wie bereits angekündigt, ist unser ME2BE-Team am letzten Freitag (11.11.2016) nicht nur auf der „Berufe Live!“, sondern auch beim Ausbildungsforum Altenholz präsent gewesen. Die Stimmung in der Edgar-Maschket-Halle war ungezwungen und familiär.

Reporter Daniel hat sich mit ein paar Besuchern unterhalten und gefragt, was ihre Motivation für einen Messebesuch ist. „Sich einfach mal grob orientieren und mit Unternehmen und Azubis ins Gespräch kommen“, nennen die Schüler Luzie und Bosse als Beweggründe. Luzie hat schon ganz konkrete Vorstellungen, wie es nach der Schule weitergehen soll. „Ich würde mich gerne als Therapeutin selbstständig machen und mich ganz auf Menschen und ihre Probleme konzentrieren“. Wie sie an ihr Ziel kommt hat sie sich auch schon überlegt: „Zur Not muss ich eine gewisse Wartezeit in Kauf nehmen, um den NC (Numerus clausus) für Psychologie zu schaffen.“ Bosse ist da noch unentschlossener: „Mich interessieren Berufe im medizinischen und wirtschaftlichen Bereich.“

Wie passend für Bosse, dass die Veranstalter Fiona und Rolf Lorenzen mit dem Finanzministerium Schleswig Holstein und Andruleit (Wirtschaftsprüfer und Steuerberater) gleich zwei große Betriebe aus dem Bereich Wirtschaft eingeladen hatten. Doch wie kamen das Ehepaar Lorenzen eigentlich auf die Idee eine Messe zu organisieren?

Elektro Lorenzen„Im Gespräch mit jungen Leuten kam heraus, dass viele keine berufliche Orientierung haben und nur wenig über die Perspektiven in ihrer Region wissen.
Dem wollten wir mit einer Messe, bei der sich Azubis und Schüler in angenehmer Atmosphäre austauschen können, entgegenwirken.
Also haben wir 2009 das erste Ausbildungsforum ins Leben gerufen“, berichtet Rolf Lorenzen, Inhaber von Elektro Lorenzen.
Seitdem ist viel passiert: Die Zahl der Aussteller hat sich mittlerweile verdreifacht auf 31 Betriebe und auch einige Erfolgsgeschichten gibt es zu vermelden. „Bei der Förde Sparkasse haben wir schon erlebt, wie der Interessent von gestern der Azubi von morgen geworden ist, ein großartiges Ergebnis.“
Elektro Lorenzen


Am Stand der Förde Sparkasse traf ME2BE auf Nico und Caroline. Beide befinden sich mitten in der Ausbildung zum Bankkaufmann/-frau und schilderten ihre Eindrücke von der Messe und ihrem Arbeitgeber.

Nico erklärt, warum er so begeistert von seiner Ausbildung ist: „ Ich spiele nebenbei noch professionell Fußball bei Holstein Kiel und habe deshalb das Angebot bekommen, meine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren.

Eine super Sache, bei der ich auch gemerkt habe, dass das Unternehmen wirklich mich als Auszubildenden gewinnen wollte.“ Caroline berichtet, dass viele Besucher sehr interessiert an ihrem Beruf sind und viele Fragen stellen. „Es macht einfach viel mehr Spaß, sich zu unterhalten, wenn echtes Interesse seitens der Schüler dahintersteckt.“

Wir sagen „Danke“ für eine informative Messe und freuen uns schon auf das nächste Mal!

Eure ME2BEs

TEXT Nadja Linke
FOTOS ME2BE