Presse 2014

Eckernförder Zeitung - Dienstag, 7. Oktober 2014 - Michaela Lauterbach

Ausbildungsforum Altenholz zieht in die Edgar-Meschkat-Halle

Gemeinde und TSV Altenholz bringen zum fünften Mal Ausbilder und Lehrstellenbewerber zusammen

Laden ein zum 5. Ausbildungsforum in Altenholz: (v.l.) Bürgermeister Carlo Ehrich, der Initiator und Vorsitzende des TSV Altenholz Rolf Lorenzen sowie Bürgervorsteher Wolfgang Weiß.

Foto: Laden ein zum 5. Ausbildungsforum in Altenholz: (v.l.) Bürgermeister Carlo Ehrich, der Initiator und Vorsitzende des TSV Altenholz Rolf Lorenzen sowie Bürgervorsteher Wolfgang Weiß.

 

Einen Einblick gewinnen in verschiedenste Berufe, Kontakte knüpfen, über ein Praktikum oder vielleicht auch schon einen Ausbildungsplatz sprechen: Für Freitag, 31. Oktober, von 11 bis 14 Uhr laden die Gemeinde Altenholz als Schulträger und der TSV Altenholz zum fünften Ausbildungsforum ein. In diesem Jahr findet das Forum erstmals in der Edgar-Meschkat-Halle in Stift statt. „Damit konnten wir endlich dem Wunsch der Aussteller nachkommen, alle zusammen in einem großen Raum unterzubringen“, macht Bürgermeister Carlo Ehrich zufrieden deutlich. Vorher in der Schule musste doch noch vieles in Gängen und Klassenräumen stattfinden. „Wir hoffen, dass alle davon profitieren.“

Das Angebot richtet sich insbesondere an Schüler der 7., 8., 9. und 10. Klassen der Gemeinschaftsschule sowie der zehnten Klassen des Gymnasiums. Aber auch junge Erwachsene, die sich vielleicht nach Abwegen beruflich neu orientieren möchten, seien herzlich willkommen, betont der Vorsitzende des TSV Altenholz Rolf Lorenzen, der das Forum gemeinsam mit seiner Frau Fiona organisiert. Als selbstständiger Elektromeister und Firmeninhaber erfährt er immer wieder, dass junge Menschen kurz vor ihrem Schulabschluss unsicher sind, welchen Beruf sie wählen sollen. Praktika, die während der Schulzeit absolviert werden, seien oft nicht ausreichend, um eine so weitreichende Entscheidung zu treffen. Insofern sei er dankbar, dass sich die Schulen auch im Unterricht dem Thema Ausbildung angenommen haben. „Mit unserem Ausbildungsforum bieten wir den Jugendlichen die Möglichkeit, im direkten Kontakt mit Firmen und Institutionen möglichst viele Informationen über die verschiedensten Berufe zu bekommen“, erklärt er.

Bisher haben sich 25 Firmen und Institutionen mit über 200 Ausbildungsberufen angemeldet. Das sind etwa so viele Aussteller wie im vergangenen Jahr. Darunter örtliche Unternehmen und Institutionen wie Dataport, das Altenholzer Blumenstübchen, die Landschaftsgärtner Stegemann oder OAR Gartenservice, die Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis Pohle, Prüfert und Hopf, Elektro Lorenzen und der TSV Altenholz, aber auch Caterpillar aus Friedrichsort, die Förde Sparkasse, die Agentur für Arbeit Neumünster, Polizei und Bundeswehr. Für die Verpflegung mit Kaffee, Kuchen und Herzhaftem sorgt wie gewohnt die Klasse 9 Plus der Gemeinschaftsschule. „Bei unserem Ausbildungsforum geht es sehr familiär zu“, sagt Rolf Lorenzen. „Wir wollen das auch in dieser Größenordnung halten.“ Doch er bringt auch Kritik an. Obwohl viel die Rede davon sei, dass Firmen keinen qualifizierten Nachwuchs finden, seien die örtlichen Handwerksbetriebe sich dieser Situation offenbar nicht bewusst. Keine Lust und kein Interesse – das habe er sich bei Nachfragen anhören müssen. Auch von der Innung sei keine Rückmeldung gekommen. „Das hat mich doch sehr enttäuscht.“ Trotzdem hält Rolf Lorenzen das Ausbildungsforum für den richtigen Weg. Die Veranstaltung finde immer mehr Zuspruch. Das kann er nach fünf Jahren sagen. Noch sind Plätze frei in der Halle. Anmeldungen über die Internetseite www.ausbildungsforum-altenholz.de. Dort finden sich auch eine Liste der Aussteller und ein Hallenplan.


 

Kieler Nacchrichten - Dienstag, 07.Oktober 2014 – Cornelia Müller

Fünfte Altenholzer Ausbildungsmesse hat noch Platz für Firmen

Altenholz. Erst scheint Schule alles und der Beruf noch weit weg. Und plötzlich muss man sich dann für eine Ausbildung entscheiden. Aber für welche? Das Altenholzer Ausbildungsforum (AfA) am Freitag, 3l. Oktober, von 11 bis 14 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle gibt Hilfestellung in lockerer Atmosphäre. Da sind auch die willkommen, deren Schulabschluss noch Jahre entfernt oder länger her ist.

Foto: Werben fürs AfA: Bürgermeister Carlo Ehrich,TSv-Vorsitzender Rolf Lorenzen,
Bürgervorsteher Wolfgang Weiß (v.I.).

 

Rolf Lorenzen strahlt, wenn er über das fünfte Forum redet, das vor allem Schüler der Klassen sieben bis zehn anspricht. Der Elektromeister hat selbst Azubis auf diesem Weg gefunden, die Spaß an der Lehre in seinem Altenholzer Betrieb haben. Lorenzen hat nicht nur einen Handwerksbetrieb, er ist auch Vorsitzender des Sportvereins. "Da habe ich viel mit Jugendlichen zu tun, die nach der Schule nicht wissen, wie es weitergehen soll", sagt er. "Daraus entstand die Idee." Die Gemeinde hatte der TSV-Chef, der auch zweiter Vorsitzender des Handels-und Gewerbevereins ist, sofort mit im Boot, ebenso Gemeinschaftsschule und Gymnasium. Erstmals findet die lokale Ausbildungsmesse, an der auch Firmen und Institutionen aus Kiel und Umgebung teilnehmen, in der großen Sporthalle im Schulzentrum statt und nicht mehr im Schulforum. "Jetzt sind alle gleich gut zu finden. Kein Firmenstand ist irgendwo versteckt", betonen Bürgermeister Carlo Ehrich und Bürgervorsteher Wolfgang Weiß. "Uns ist wichtig, dass Jugendliche leicht Zugang zu allen Informationen haben. "Die Gemeinde stellt die Halle kostenlos zur Verfügung, niemand zahlt Standgebühren. Die Schule teilt die Klassen so ein, dass nicht alle gleichzeitig die Halle stürmen. Die Organisatoren erwarten 350 Gemeinschaftsschüler, dazu Oberstufenschüler aus dem Gymnasium und weitere junge Menschen, die nicht mehr die Schulbank drücken und vielleicht berufliche Alternativen suchen. "Mit 25 steht die Hälfte der Anbieter 2015 schon fest", berichtet Lorenzen. "Allerdings wünsche ich mir mehr Beteiligung aus dem Ort. Wir haben viele interessante Betriebe. Aber nicht alle engagieren sich, um Jugendlichen mehr über ihren Beruf zu erzählen und all die Fragen zu beantworten, die Azubis von morgen haben. Andererseits wird geklagt, dass man keinen qualifizierten Nachwuchs findet. An diesem Vormittag sind die Bedingungen optimal, um jungen Menschen die vielfältige Berufswelt nahezubringen. Auch Gespräche mit denen, die den Abschluss erst in zwei Jahren machen, sind eine Investition in die eigene Zukunft", fügt Lorenzen hinzu. In den Vorjahren boten mehrere Aussteller Jugendlichen auf Nachfrage ein Praktikum und gewannen so spätere Lehrlinge. Der Elektromeister: "Man muss Schranken abbauen. Dann können aus verschlossenen jungen Leuten tolle Mitarbeiter werden. Firmen, die die Chance nutzen wollen, können sich sofort bei uns melden. "Tipp: Bei Schülern kommt es an, wenn auch Azubis Informationen über den Beruf geben. Neben Lorenzen und der Gemeinde sind aus Altenholz Blumenstübchen, Gartenideen Stegemann, Dataport, TSV und eine Zahnarztpraxis dabei. Darüberhinaus stellen sich unter anderem Sparkasse, Caterpillar, Werbeagentur, Wirtschaftsprüfer, Polizei, Bundeswehr, Zollamt, Post, Finanzamt, Handwerkskammer, Maler-und Lackiererinnung, Bauhandwerk vor.


Eckernförder Zeitung – Sonnabend, 01.November 2014 – Michaela Lauterbach

Auf der Suche nach dem richtigen Job

5. Ausbildungsforum in der Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz bring Firmen und potenzielle Auszubildende zusammen

  Foto: Per, Niklas und Florian aus der 9. Klasse informieren sich bei Polizeiobermeisterin Anne Woller
  über berufliche Möglichkeiten bei der Landespolizei

 

ALTENHOLZ Sie strömen durch die Halle, halten an, wo sie etwas interessiert, fragen nach Einstellungsvoraussetzung und Aufstiegsmöglichkeiten, sprechen über Praktikums-und Ausbildungsplätze. Sparkasse, Polizei, Zoll, Finanzamt und Bundeswehr scheinen besonders beliebt. Über 230 Schüler der 7. bis 10. Klassen der Gemeinschaftsschule sowie der zehnten Klassen des Gymnasiums besuchten gestern das 5. Ausbildungsforum, ausgerichtet von der Gemeinde und dem TSV Altenholz. Die 27 Firmen und Institutionen präsentieren sich von 11 bis 14 Uhr erstmals in der Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz-Stift. „Es war ein langgehegter Wunsch, alle Aussteller in einem Raum unterzubringen“, betont Rolf Lorenzen als Vorsitzender des TSV Altenholz, selbstständiger Elektromeister und Firmeninhaber zufrieden. Denn vorher in der Schule habe doch noch vieles in Gängen und Klassenräumen stattgefunden. „Ihr bekommt hier Informationen über ganz unterschiedliche Berufe, könnt Fragen stellen und vielleicht sogar ein Fundament schaffen fürs Leben“, ermuntert er die Schüler. „Nutzt die Chance. “Bürgervorsteher Wolfgang Weiß dankt allen Mitveranstaltern, Ausstellern und ganz besonders Rolf und Fiona Lorenzen, in deren Händen die Hauptarbeit liege. Trotz allem hätte man sich mehr Beteiligung örtlicher Unternehmen gewünscht. Die Schülerinnen Kiara und Lina-Marie aus der 7. Klasse machen Halt am Stand vom Yachthotel und Restaurant Acqua Strande. Mitarbeiterin Wiebke Seegert zeigt, wie man Servierten faltet und einen Tisch festlich eindeckt, Koch Jens Mahrt lässt sie verschiedene Öle und Gewürze schnuppern. Seine Leidenschaft sind die Zubereitung von Fisch und die Euro-Asiatische Küche. „Wir wollen nächstes Jahr mit der Ausbildung zum Koch und im Hotelfach beginnen“, erzählt Wiebke Seegert, die dafür zuständig sein wird. „Es wäre schön, wenn es jemand aus der Umgebung ist. Denn wir arbeiten ja auch abends und am Wochenende. Das muss man wissen und mögen. “Dann schwärmt sie von den Möglichkeiten dieser Berufe. Sie selbst hat auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet, Koch Jens Mahrt in Frankreich, auf Sylt, in England und der Schweiz. „Wir gehen hier nur mal durch“, erklären die Schülerinnen. „Wir finden es ganz cool. Man kann sich informieren. Sonst weiß man ja gar nicht, was man will und was man alles machen kann. “Am Stand der Förde-Sparkasse fragen Celina und Johanna aus der 9. Klasse Taraneh Haas, Auszubildende im zweiten Lehrjahr, was man als Bank angestellte können muss. „Man sollte begeisterungsfähig, kommunikativ, zielorientiert, selbstbewusst und sicher im Auftreten sein“, erzählt sie. Es werde sehr auf die Persönlichkeit des Bewerbers geachtet. Gute Noten in Mathematik seien dagegen gar nicht so wichtig. Dafür Interesse an Wirtschaft, Politik und Sprachen. „Ich kann mir das gut vorstellen“, meint Celina hinterher. „Ich habe schon früher gedacht, in der Bank zu arbeiten, das ist bestimmt cool. “Am Stand der Landespolizei machen sich Per, Niklas und Florian aus der 9. Klasse Notizen. „Polizei ist schon interessant“, finden sie. Sie kommen bald in die Oberstufe. „Wir suchen noch gute, geeignete Leute“, wirbt Einstellungsberater Harun Biner. „Auch Realschüler. “Die Bewerbungsfrist zum 1. August 2015 wurde bis zum 31. Dezember verlängert. In Deutsch, Englisch, Sport und Wirtschaft/Politik müsse man mindesten seine Drei, besser noch eine Zwei haben, sagt Polizeiobermeisterin Anne Woller. Sie hospitiert gerade in der Werbe und Einstellungsstelle der Landespolizei. „Der Polizeidienst ist sehr familienfreundlich“, findet sie. „Es ist auch super für Frauen mit Kindern. Man kann gut in Teilzeit arbeiten.“


 

Kieler Nachrichten – Sonnabend, 01. November 2014 - Cornelia Müller

Viele Vorurteile über Bord geworfen

Ausbildungsmesse in Altenholzer Sporthalle begeisterte Jugendliche

Altenholz. Kristalle wachsen lassen, System in Steuersachen bringen, Servietten brechen: Altenholzer Schüler aus den Klassen acht bis zehn haben gestern viel übers Berufsleben gelernt und Vorurteile über Bord geworfen. Die Ausbildungsmesse in der Sporthalle begeisterte Jugendliche genauso wie die 28 Aussteller aus der Region.

 

Foto: Malte (rechts) aus der neunten Klasse des Gymnasiums interessiert sich für Hightech made in Altenholz. Feinoptikermeister Hauke Korth zeigt ihm einen Calciumchloridkristall, den seine Firma her-stellt für hochkomplexe optische Geräte, zum Beispiel Teleskope.

 

Robin hat schon eine Vorstellung, was er nach dem Realschulabschluss an der Gemeinschaftsschule werden könnte. „Ich spreche gern mit Menschen. Außerdem möchte ich einen Beruf, der mir Aufstiegschancen gibt. Immobilienmakler zum Beispiel.“ Der 15-Jährige hat sich diese Gedanken schon vorab gemacht. Im Wirtschaft/Politik-Unterricht waren Praktikum, Ausbildung und Beruf Thema. „Und wir reden hinterher nochmals darüber“, sagt Robin. „Ich finde das prima.“Am Stand der Steuerverwaltung Schleswig-Holstein hat sich eine Schlange gebildet. Hier geht es um den Beruf des Finanzbeamten. „Finanzwirt heißt das“, erläutert Gianna-Selina Holldorf, selbst noch in dualer Ausbildung mit Studium für den gehobenen Dienst. Die 22-Jährige hat in Altenholz Abi gemacht. Dann entschied sie sich „trotz Sprachprofils“ fürs Steuerfach, „das sehr vielseitig und anspruchsvoll ist“. „Wir hatte Vorurteile gegen Finanzbeamte“, räumen Max und Celina aus der Neunten ein. „Aber das klingt hier interessant.“ Das Infomaterial wollen sie genau studieren. Ein Plakat über das gigantische Weltraumteleskop in Chile und ein Fahrrad, in dessen Korb Kristalle glitzern, hat Malte an den Stand von Feinoptikermeister Hauke Korth gelockt. „Ich bin Chemiefreak“, sagt der 15-jährige Gymnasiast. Er will genau wissen, was es mit den Prismen aus Calciumchlorid auf sich hat.„Es sind Sonderanfertigungen für optische Geräte mit extremen Anforderungen, wie Teleskope“, klärt der Inhaber der Firma Kohrt Kristalle auf. Dass Feinoptiker damit zu tun haben, ist nicht nur für ihn neu. Was für ein spannender Beruf! Einige Aussteller sind erstmals vertreten, auch das HotelAcqua Strande. Valentina, Julia und Christine staunen, was Hotelfachfrau Tina Davila Arcia alles erzählt von ihren Auslandsaufenthalten. Die Neuntklässlerinnen probieren aus, wie man Teller hält, und falten Servietten in Form.„Das es brechen in der Fachsprache heißt, weil sie gestärkt sind, leuchtet ein“, überlegt Christina. Nicht nur für das Hotelteam ist das ehrliche Interesse der jungen Besucher „ein echtes Highlight“. Die Neuen haben daher auch schon für 2015 zugesagt, wenn der Handels und Gewerbeverein sowie die Gemeinde wieder zur Ausbildungsmesse ins Schulzentrum einladen.

 

Foto: Ausgerechnet Finanzamt? „Hier verliert man Vorurteile“, sind sich die Neuntklässler Celina, Robin, Jette, Marie und Max einig (von links).Sie lassen sich von Gianna-Selina Holldorf, die im dritten Jahr der dualen Ausbildung mit Studium ist, den Beruf Finanzwirt erklären.