Presse 2012

sh:z/Eckernförder Zeitung, 20.10.2012, Text/Foto: Michaela Lauterbach

presse2012
Laden für den kommenden Freitag, 26. Oktober, zum 3. Altenholzer Ausbildungsforum in der Regionalschule in Altenholz-Stift ein: Bürgermeister Carlo Ehrich und und der Vorsitzende des TSV Altenholz, Rolf Lorenzen (r.).

ALTENHOLZ Die Schule ist vorbei. Und was dann? Zum dritten Mal laden die Gemeinde und der TSV Altenholz am kommendenFreitag, 26.Oktober, von11bis15 Uhr in die Regionalschule in der Danziger Straße 18a zumAusbildungsforumfür alle Schüler ein, die bald ihren Abschluss machenoder ihnbereits absolvierthaben.Regionale Institutionen und Ausbildungsbetriebe stellen sich vor und beantworten Fragen rund umihre Tätigkeiten.
„Dieses Ausbildungsforum bietet eine großartige Chance, um sich über die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten zu informieren“, macht InitiatorRolfLorenzen, Vorsitzender desTSVAltenholz und Inhaber der Firma Elektro-Lorenzen, deutlich. Die Veranstaltung seijedes Malsehr positiv angenommen, von den Schulen befürwortet und unterstützt worden. Während im vergangenen Jahr noch knapp 200 Schüler das Forum besuchten,sollen es diesmal um die 350 werden. Denn auch das Gymnasium macht mit. 26 Firmen und Institutionen haben sich bisher angemeldet, um über ihre beruflichen Tätigkeitsfelder für Hauptschüler, Regionalschüler und Abiturienten zu informieren und Fragen zu beantworten. Wie sieht das jeweilige Tätigkeitsfeld aus? Welche Voraussetzungen muss ich haben? Welche Zukunft hat der Beruf?Oder welche Aufstiegschancen? Die Gemeinde Altenholz etwa informiert über den Beruf des Verwaltungsfachangestellten in der Kommunalverwaltung, das RBZ 1, das Regionale Berufsbildungszentrum Soziales, Ernährung und Bau, stellt die Berufe Sozialpädagogische Assistentin, Friseur, Medizinische undZahnmedizinische Fachangestellte,Bäcker,Koch,Restaurantund Hotelfachangestellte vor, die Wehrdienstberatung des Kreiswehrersatzamt Kiel erläutert die Einstellungsvoraussetzungen und Karrieremöglichkeiten als Zeitsoldat in 60 Berufen. Das Ausbildungszentrum Bau informiert über die Berufe Maurer, Zimmerer, Fliesen- Platten- und Mosaikleger, Straßen- und Betonbauer.
Das Forumist ein Gewinn für beide Seiten. Davon ist Rolf Lorenzen überzeugt. Denn viele Firmen hätten den Ernst der Lage noch nicht erkannt. „Es wird geklagt, dass es zuwenig qualifizierten Nachwuchs gibt, aber nicht mehr ausgebildet, sondern lieber abgewartet, was es auf dem Markt gibt“, weiß er. „Die Betriebe müssen mehr sensibilisiert werden, dass sie etwas für die Zukunft unserer Jugend tun können.“ Die Gemeinde Altenholz ist gerne mit dabei. Auch Auszubildende werden für Gespräche zur Verfügung stehen, kündigt Bürgermeister Carlo Ehrich an. Denn das Gespräch von Jugend zu Jugend falle doch leichter als zu einem Erwachsenen. Das sei eine ganz andere Ebene. „Als Bürgermeister freue ich mich sehr,dass wir das Ausbildungsforum hier in Altenholz haben“, betont er. „Ich bin Herrn Lorenzen und seinerFrausehrdankbar. Da steckt verdammt viel Arbeit dahinter.“ Betriebe und Institutionen,die sich noch an dem Forum beteiligen möchten, können sich unter Tel. 0431/321112 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden. Michaela Lauterbach

 


 

SHZ 27. Oktober 2012 | 04:10 Uhr | Von Susanne Meise

sparkasse-messestand2

Ein vertrautes Gesicht unter den Informierenden war Patrick Dietrich (Mitte), der nach seinem Abschluss an der Regionalschule eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Förde Sparkasse begonnen hat und seinen ehemaligen Schulkollegen dazu Auskunft gab. Foto: Meise
Rund 300 Schüler nutzen Altenholzer Ausbildungsforum für Berufsorientierung / 25 Unternehmen am Start / Wichtige Plattform für Betriebe Altenholz. Rund 300 Jugendliche, die vor der Entscheidung für eine Berufsausbildung stehen, nutzen gestern das dritte Altenholzer Ausbildungsforum, um von den 25 vertretenen Lehrbetrieben aus der Region Informationen aus erster Hand zu bekommen und Kontakte zu knüpfen.
Cassandra und Johanna aus der 9c der Regionalschule hatten schon nach kurzer Zeit den Arm voller Broschüren und Prospekte. Sie fanden das Angebot "richtig gut" und nutzten die "lockere Atmosphäre", um ihre Fragen zu klären. "Sonst hat man nicht die Zeit und Möglichkeit dazu", erklärte Johanna. Selbst für Carmen und Sebastian aus der 9 Plus - kurz für Praxis, Lebenserfahrung und Schule, die im Unterricht regelmäßig Einblick in die verschiedensten Firmen nehmen, gefiel die breite Palette der vorgestellten Berufe. Nur die wenigsten wüssten schon früh, wo sie ihre Perspektive finden werden, teilte Schulleiter Thomas Haß mit. Der Großteil der Schüler schiebe die Entscheidung hinaus und gehe lieber noch weiter zur Schule, obwohl sie durch den derzeitigen Fachkräftemangel blühende Perspektiven hätten. Sich in vertrauten Räumlichkeiten außerhalb des berufsvorbereitenden Unterrichts bei Karin Agster mit dem Thema auseinandersetzen und direkt in Kontakt treten zu können, sei eine großartige Chance, hob Haß hervor und dankte Initiator Rolf Lorenzen und seiner Frau für ihren Einsatz. Hilfreich sei außerdem, dass an einigen Ständen ehemalige Schüler anzutreffen seien, so dass es keine Hemmschwelle gebe, seine Fragen zu stellen, so Haß weiter.
Das war am Stand von Patrick Dietrich deutlich zu merken. Der Altenholzer hatte im Sommer seinen Abschluss an der Regionalschule gemacht und am 1. August eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Förde Sparkasse aufgenommen. Obwohl erst ein Vierteljahr dabei konnte er seinen ehemaligen Schulkollegen viele Auskünfte über sein Tätigkeitsfeld geben, von dem er schon in der siebten Klasse wusste, dass es das richtige für ihn sein würde. "Ich kann selbstständig arbeiten, habe Kontakt mit Kunden und lerne jeden Tag neue Sachen. Das ist schön", erklärte Dietrich, der in der Filiale in Stift eingesetzt ist.
Bereits im zweiten Lehrjahr ist die angehende Industriekauffrau Carina Brockmöller, die Alex Geyer, Ausbildungsleiter bei Caterpillar Motoren Kiel, zum Forum mitgebracht hatte. "Während der Ausbildung lerne ich jeden Bereich des Unternehmens kennen und kann danach Betriebswirtschaftslehre studieren oder meinen Betriebswirt machen", nannte die junge Frau die Vorzüge ihrer Ausbildung. Darüber hinaus hat sie, wie jeder Lehrling bei Caterpillar, der seine Ausbildung so gut wie möglich abschließt,die Aussicht, im Unternehmen zu bleiben. "Wir bilden berufsorientiert aus, nehmen also nur in den Abteilungen Azubis auf, in denen nach drei Jahren auch Stellen frei sind", erklärte Geyer. Das stieß bei den Besuchern des Forums ebenso auf großes Interesse wie die Angebote von Polizei und Bundeswehr.
Rolf Lorenzen war mit der Resonanz auf das dritte Ausbildungsforum sehr zufrieden und kündigte für 2013 die Fortsetzung an. "Die Jugendlichen haben hier die Chance, den Grundstein für ihre Zukunft zu legen, genau so wie die Unternehmen", sagte Lorenzen. Für die werde es immer wichtiger, die richtigen Bewerber zu bekommen, fügte Geyer hinzu. Denn die Schulabgänger würden immer weniger. Und das Niveau der Bewerbungen sei in den vergangenen zehn Jahren sehr gesunken.